Eine Branche im Umbruch, hohe Marktdynamiken und ein disruptives Umfeld

Ein Karriereweg in der PBS Gruppe.

 

Wie war damals dein Start in der PBS Holding AG Gruppe? 

Im Jahr 1996 ging die Firma Hackenbuchner in Salzburg in Konkurs und wurde von der PBS Holding übernommen. Am Übernahmetag war ich der Letzte bei den Mitarbeitergesprächen und durfte Herrn Helmut Klose, meinen Vorgänger als Geschäftsführer kennenlernen. Ich dachte mir nach dem Gespräch “dann schau ich mir das halt einmal an, notfalls hab ich Zeit, mir etwas anderes zu suchen” – 27 Jahre lang schau ich mir das nun schon an.

 

Was waren damals deine Beweggrunde, in der PBS Gruppe anzufangen?

Eigentlich war es ja keine aktive Entscheidung von mir, sondern im Zuge des Konkurses wurden wir eben übernommen. In dem Jahr wurde unser Sohn geboren und auch daher war das Kriterium “Sicherheit” für mich bzw. uns als Familie wichtig. Ich war zu der Zeit bei Hackenbuchner im Einkauf und wusste daher auch schon länger von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Zwar war uns die PBS als Mitbewerber zwangsläufig ein Dorn im Auge, aber als künftiger Arbeitgeber der unsere Gehälter fristgerecht zahlt, war die PBS in dieser Situation “most welcome”. Abgesehen davon war ja genau zu diesem Zeitpunkt des Neubeginns für alle eine Chance gegeben, sich im neuen Unternehmen weiterzuentwickeln.

 

Wie hat sich deine Karriere ergeben? Hat sich dein Karriereverlauf anders gestaltet, als du es dir vorgestellt hast?

Da möchte ich kurz noch ins Jahr 1989 zurückgehen, als ich bei Hackenbuchner in der Getreidegasse angefangen habe. Gerade bei meinem Bewerbungsgespräch habe ich mir auf Grund meiner langen Haare (Dauerwelle mit blonden Strähnen) und meiner Lederjacke den Unmut des Kommerzialrates, dem ich auch vorgestellt wurde, zugezogen. Dieser wollte mich auf keinen Fall in der Firma haben, aber sein Sohn hat mich angestellt (wahrscheinlich wollte er seinen Vater einfach nur ärgern- mir war´s egal, ich hatte den Job).

Begonnen habe ich 1989 als Schreibmaschinenverkäufer in der Abteilung Büroorganisation, wir haben uns schon „besser“ gefühlt als die Abteilung Büromaterial, das waren die Bleistiftverkäufer. 1991 wurde am Rande von Salzburg neu gebaut und ich stieg zum Kopiergeräteverkäufer auf (die wiederum „höher“ als Schreibmaschinen angesiedelt waren). Ein Jahr später übernahm ich zusätzlich die Leitung vom Fachmarkt, da die Kopierabteilung dort im Untergeschoß angesiedelt war. 1995 übernahm ich dann die Einkaufsleitung. Sehr schwer war es aber, dass es immer wieder Probleme bei der Zahlung von Rechnungen gab. Das waren schwierige Zeiten und schlimme Diskussionen mit Lieferanten. Vor allem dann, wenn die Buchhaltung Zahlungen versprochen hat, die dann nicht geleistet werden konnten. Daher war die Freude, dass uns die PBS gekauft hat schon sehr groß, denn damit war das finanzielle Desaster endlich zu Ende.

 

Was hat dich bewegt und motiviert, seither in der PBS Gruppe zu bleiben?

Eigentlich gab es da viele Gründe, im Nachhinein gesehen ist es sicherlich die Kultur und DNA des Unternehmens, die sich im Laufe der Jahre sicherlich verändert hat, aber im Grunde immer noch ähnlich ist: Wir begegnen uns auf Augenhöhe und wir schätzen uns untereinander. Arbeiten hat mir bisher immer viel Spaß gemacht. Und was mich besonders freut: ich weiß, dass ich nicht der einzige bei Büro Handel bin, der so denkt. Und generell arbeitet man lieber in einem erfolgreichen Unternehmen als in einem, wo es jeden Tag „zwickt“ und die Zahlungen ein Problem sind – das hatte ich lange Zeit davor.

 

Was gefällt dir an deiner Tätigkeit?

Nach zwölf Jahren als Geschäftsführer bei Büro Handel ist das eine einfach zu beantwortende Frage: Es ist das schönste als Geschäftsführer, wenn man Mitarbeiter hat, auf die man sich verlassen kann, die motiviert sind, Verantwortung übernehmen, für die Firma und für die Kollegen da sind und damit zum laufenden Erfolg des Unternehmens beitragen. Natürlich ist nicht immer alles so perfekt, ich bin ja im täglichen Geschehen involviert, aber wenn es drauf ankommt, dann sind wir eine Mannschaft und halten zusammen und unterstützen auch jene die es brauchen.

 

Was macht die PBS Gruppe deiner Meinung nach sonst noch als Arbeitgeber aus?

Es sind die flachen Hierarchien, die wir haben. Ich kenne viele Firmen, aber keine einzige, wo man jederzeit beim Vorstand vorbeikommen kann, und da ist es egal, welche Position man im Unternehmen hat. Auch gibt es wenige Unternehmen, wo die Vorstände Mitarbeiter, die nicht im Management sind, beim Namen kennen.

Es heißt immer (zu Recht), Mitarbeiter sind das Kapital eines Unternehmens, entsprechend finde ich die Entwicklung die wir gerade in der PBS Gruppe im Bereich Human Resources genommen haben, sehr positiv. Die PBS Gruppe ist ein sicherer Arbeitgeber und trifft keine leichtfertigen Entscheidungen, die den Konzern gefährden könnten.

 

Was würdest du Einsteigern in der PBS Gruppe empfehlen?

Das hat weniger mit der PBS zu tun, sondern gilt allgemein: in einem Unternehmen ist es wie in einer Beziehung oder in einer Familie. Es gibt nicht jeden Tag nur Sonnenschein und wir verbringen so viel Zeit miteinander, daher ist es extrem wichtig, wie man miteinander umgeht. Kommunikation –miteinander reden- ist das Um und Auf.

Und man sollte nicht immer nur darauf warten, bis einem berufliche Gelegenheiten in den Schoss fallen. Eigeninitiative und Vorschläge für Verbesserungen sind der erste Weg, um sich persönlich weiterzuentwickeln.